Die Preise von Personaldienstleistern wirken auf den ersten Blick undurchsichtig. Bei der Zeitarbeit zahlen Sie einen Verrechnungssatz, meist das 1,8- bis 2,4-Fache des Stundenlohns. Bei der Personalvermittlung ein einmaliges Honorar von 20 bis 30 Prozent des Jahresgehalts. Dieser Beitrag zeigt, was in diesen Zahlen steckt, womit sie sich vergleichen lassen und worauf Sie im Angebot achten sollten.
Der häufigste Denkfehler bei der Kostenbewertung: Man stellt den Verrechnungssatz des Dienstleisters dem eigenen Bruttostundenlohn gegenüber. Damit wirkt Zeitarbeit teuer, obwohl die Rechnung schief ist.
Ein eigener Mitarbeitender kostet Sie mehr als seinen Bruttolohn. Sozialversicherungsbeiträge, Urlaubs- und Krankheitstage, Berufsgenossenschaft und Verwaltungsaufwand kommen dazu. Diese Vollkosten liegen typischerweise 25 bis 35 Prozent über dem Bruttolohn. Erst dieser Wert ist die richtige Vergleichsgröße.
Der Faktor zwischen 1,8 und 2,4 setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen:
Die Spanne erklärt sich vor allem über Qualifikation und Einsatzdauer. Helfertätigkeiten liegen am unteren Rand, Fachkräfte mit Zusatzqualifikation und kurze Einsätze am oberen.
Angenommen, Sie brauchen eine kaufmännische Fachkraft für sechs Monate.
Variante Zeitarbeit: Bei einem Verrechnungssatz von 32 Euro und 160 Stunden im Monat zahlen Sie rund 5.120 Euro monatlich, insgesamt etwa 30.700 Euro. Fällt der Bedarf früher weg, endet der Einsatz, ohne dass Kosten weiterlaufen.
Variante Festanstellung über Vermittlung: Bei einem Jahresgehalt von 45.000 Euro fällt ein Vermittlungshonorar von etwa 9.000 bis 13.500 Euro an. Dazu kommen Ihre eigenen Personalvollkosten von rund 4.700 Euro monatlich, also 28.200 Euro für sechs Monate. Zusammen rund 37.000 bis 41.700 Euro.
Über sechs Monate ist Zeitarbeit hier günstiger. Über zwei Jahre kehrt sich das Verhältnis deutlich um, weil das Honorar einmalig bleibt, der Aufschlag der Zeitarbeit aber jeden Monat anfällt.
Üblich sind 20 bis 30 Prozent des ersten Bruttojahresgehalts der eingestellten Person. Bei Führungspositionen oder schwer besetzbaren Spezialprofilen können es mehr sein, weil die Suche aufwendiger ist.
Entscheidend ist die Fälligkeit. Seriöse Anbieter arbeiten erfolgsbasiert: Das Honorar wird erst nach Vertragsunterzeichnung fällig. Kein Suchhonorar im Voraus, keine Abschlagszahlungen, keine Gebühr für vorgestellte Kandidaten, die Sie ablehnen.
Achten Sie außerdem auf eine Garantieregelung. Bei GOLDMANN gilt eine sechsmonatige Probezeit-Garantie: Scheitert die Anstellung in dieser Zeit aus personellen Gründen, suchen wir einmalig kostenfrei nach.
Beim Vergleich von Angeboten lohnt der Blick auf Positionen, die nicht im Hauptpreis stehen:
Ein Angebot, das nur einen Stundensatz nennt und diese Punkte offenlässt, ist kein vollständiges Angebot.
Ein deutlich niedrigerer Verrechnungssatz hat meist einen von drei Gründen: fehlende Tarifbindung, schwächere Vorauswahl oder eine Kalkulation, die Zuschläge nachträglich draufschlägt.
Bei fehlender Tarifbindung zahlt der Anbieter lediglich den gesetzlichen Mindestlohn. Das drückt den Preis, wirkt sich aber auf Motivation und Fluktuation aus. Eine Fehlbesetzung, die nach drei Wochen abbricht, kostet Sie mehr als ein um zwei Euro höherer Stundensatz.
Fragen Sie deshalb nach der Tarifbindung, nach der Fluktuationsquote und danach, wie viele Kandidaten pro Anfrage vorgestellt werden. Mehr zu unserem Vorgehen steht auf der Seite zur Zeitarbeit in Nürnberg.
Nein. Bei der Zeitarbeit zahlen Sie ausschließlich tatsächlich geleistete Stunden. Die Lohnfortzahlung im Krankheitsfall trägt der Personaldienstleister als Arbeitgeber.
Das hängt vom Anbieter ab. Bei GOLDMANN gibt es keine Mindestabnahme. Klären Sie diesen Punkt immer vor Vertragsschluss, er ist ein häufiger Kostentreiber bei anderen Anbietern.
Je nach bisheriger Einsatzdauer fällt eine reduzierte Gebühr an oder sie entfällt vollständig. Da wir an langfristigen Besetzungen interessiert sind, regeln wir das transparent vor dem Einsatz.
Er richtet sich nach Qualifikation, Einsatzdauer, Schichtmodell und Einsatzbranche. Branchenzuschläge erhöhen den Tariflohn je nach Einsatzbranche zusätzlich, was direkt in den Satz einfließt.
Bei Einsätzen unter sechs Monaten meist Zeitarbeit, bei dauerhaftem Bedarf die Festanstellung. Der Vergleich lohnt sich im Detail, dazu haben wir einen eigenen Beitrag geschrieben: Zeitarbeit oder Personalvermittlung.
Pauschalzahlen helfen bei der Orientierung, ersetzen aber keine Kalkulation. Beschreiben Sie uns Stellenprofil, Einsatzdauer und Arbeitszeitmodell, dann rechnen wir Ihnen innerhalb von 24 Stunden einen konkreten Satz. GOLDMANN Personaldienste ist seit 2010 in Nürnberg, Fürth und Erlangen tätig. Zur Personalanfrage oder telefonisch unter 0911 28 500 600.