Wie schnell eine Stelle besetzt wird, entscheidet sich oft schon bei der Anfrage. Wer Tätigkeit, Arbeitszeit, Einsatzort und Startzeitpunkt konkret benennt, bekommt in der Regel innerhalb von 24 Stunden passende Profile. Wer nur eine Berufsbezeichnung nennt, löst eine Rückfragerunde aus, die zwei Tage kostet. Dieser Beitrag zeigt, worauf es ankommt.

Warum die Qualität der Anfrage über das Tempo entscheidet

Ein Personaldienstleister gleicht Ihre Anforderung mit einem Pool verfügbarer Menschen ab. Je klarer die Anforderung, desto präziser der Abgleich. Unklare Angaben führen nicht zu mehr Vorschlägen, sondern zu falschen.

Das gilt besonders bei Berufsbezeichnungen, die je nach Betrieb Verschiedenes bedeuten. Ein Sachbearbeiter kann Rechnungen prüfen oder Kundenanfragen bearbeiten, ein Produktionsmitarbeiter Maschinen bedienen oder Ware verpacken. Ohne Tätigkeitsbeschreibung ist die Bezeichnung allein wenig wert.

Die sechs Angaben, die wirklich zählen

  1. Tätigkeit: Was soll die Person konkret tun? Zwei bis drei Sätze reichen und bringen mehr als jede Berufsbezeichnung.
  2. Erforderliche Kenntnisse: Welche Software, welche Maschinen, welche Nachweise? Staplerschein, SAP-Kenntnisse oder Schweißerpass gehören ausdrücklich hinein.
  3. Arbeitszeit: Vollzeit oder Teilzeit, Früh- oder Spätschicht, Wochenendarbeit. Das grenzt den Kandidatenkreis stärker ein als die Qualifikation.
  4. Einsatzort: Genaue Adresse statt nur Stadt. Ein Standort im Nürnberger Hafen ist anders erreichbar als einer in Langwasser.
  5. Startzeitpunkt und Dauer: Sofort oder in vier Wochen, für drei Monate oder unbefristet gedacht.
  6. Anzahl: Eine Person oder fünf. Bei mehreren gleichartigen Stellen ändert sich das Vorgehen.

Diese sechs Punkte passen in eine kurze Mail oder ein Telefonat von fünf Minuten. Alles Weitere klärt sich im Gespräch.

Was häufig vergessen wird

Drei Angaben fehlen fast immer, obwohl sie einen Unterschied machen:

  • Was ist zwingend, was wünschenswert? Ein Anforderungsprofil mit zwölf Muss-Kriterien schließt geeignete Menschen aus. Nennen Sie die drei Punkte, ohne die es nicht geht.
  • Wie sieht die Einarbeitung aus? Wenn eine Woche Anlernzeit eingeplant ist, kommen Quereinsteiger infrage und der Kandidatenkreis wird deutlich größer.
  • Gibt es Besonderheiten vor Ort? Schwere körperliche Arbeit, Kälte, Lärm, Alleinarbeit oder ein schwer erreichbarer Standort. Das früh zu sagen verhindert Abbrüche nach zwei Tagen.

Was passiert nach der Anfrage?

Der übliche Ablauf bei Zeitarbeit:

  1. Rückmeldung und Klärung offener Punkte, meist telefonisch am selben Tag
  2. Abgleich mit dem Mitarbeiterpool, Vorschlag passender Profile innerhalb von 24 Stunden
  3. Auf Wunsch ein kurzes Kennenlernen, persönlich oder telefonisch
  4. Bei Zusage Start zum vereinbarten Termin, mit Einweisung und Arbeitsschutzbelehrung

Bei der Personalvermittlung dauert es länger, weil gezielt gesucht wird: typischerweise vier bis acht Wochen bis zur Vertragsunterzeichnung.

Wie Sie Angebote vergleichbar machen

Wenn Sie mehrere Dienstleister anfragen, schicken Sie allen dieselbe Beschreibung. Unterschiedliche Angaben führen zu unterschiedlichen Kalkulationen, und der Preisvergleich wird wertlos.

Fragen Sie außerdem einheitlich nach vier Punkten: Ist der Satz inklusive Zuschlägen für Schicht und Wochenende? Gibt es eine Mindestabnahme? Wie hoch ist die Übernahmegebühr bei Festanstellung? Welche Kündigungsfrist gilt für den Einsatz? Mehr dazu im Beitrag zu den Kosten.

Was bei Eilanfragen hilft

Wenn jemand kurzfristig ausfällt und morgen Ersatz da sein muss, zählt jede Minute. Drei Dinge beschleunigen dann spürbar:

  • Anrufen statt schreiben. Eine Mail liegt im Postfach, ein Anruf startet die Suche sofort.
  • Die Anforderung auf das Wesentliche reduzieren. Was muss die Person am ersten Tag können?
  • Eine Entscheidungsperson benennen, die kurzfristig zusagen kann.

Häufige Fragen zur Personalanfrage

Ist die Anfrage verbindlich?

Nein. Anfrage und Angebot sind kostenfrei und unverbindlich. Kosten entstehen erst, wenn jemand tatsächlich im Einsatz ist.

Was, wenn ich die Anforderung noch nicht genau kenne?

Dann beschreiben Sie das Problem statt der Stelle. Oft ergibt sich im Gespräch, welches Profil tatsächlich passt, manchmal auch ein anderes als zunächst gedacht.

Kann ich mehrere Stellen gleichzeitig anfragen?

Ja. Bei mehreren gleichartigen Stellen lohnt ein kurzes Gespräch, weil sich Recruiting und Einsatzplanung dann bündeln lassen.

Wie schnell bekomme ich Profile?

Bei Zeitarbeit in der Regel innerhalb von 24 Stunden, der Einsatz startet meist innerhalb von 24 bis 72 Stunden. Bei Spezialprofilen dauert es länger, das sagen wir aber direkt.

Muss ich das Gehalt vergleichbarer Mitarbeiter nennen?

Bei längeren Einsätzen ja. Für die korrekte Anwendung von Equal Pay sind Sie als Entleiher verpflichtet, die wesentlichen Arbeitsbedingungen einschließlich Entgelt mitzuteilen.

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Nutzen Sie unser Formular oder rufen Sie direkt an, besonders bei kurzfristigem Bedarf. GOLDMANN Personaldienste ist seit 2010 in Nürnberg, Fürth und Erlangen tätig. Zur Personalanfrage oder telefonisch unter 0911 28 500 600.